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Musikverein Karweiler e.V.

Chronik des Musikvereins Karweiler

von Manfred Hecker

Die Gründungsjahre 1981 - 1982

1981 wurde unter dem Vorsitz von Karl-Manfred Hecker der Verein aus der Taufe gehoben.18 Aktive und 15 Fördermitglieder zählte der Verein und war damit bereits eine durchaus stattliche Truppe. Der erste Auftritt erfolgte unter der musikalischen Leitung von Josef Bresler zum St. Martinszug.

1982 folgten weitere Auftritte und Freundschaftstreffen. Unter der Leitung von Magret Hecker und Margot Jacobs wurden schicke Uniformen und eine Vereinsfahne in den Farben schwarz/gelb für die Musiker hergestellt.

Die Aufbaujahre 1983 - 1985

1983 wurde der Spielmannszug in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Andernach eingetragen und durfte sich fortan offiziell "Spielmannszug Karweiler e.V." nennen. Unter dem Stabsführer Egon Schneck wurden 36 gelungene Auftritte in diesem Jahr absolviert.

1984 war wieder ein Jahr der musikalischen Erfolge. Zum Ende des Jahres wechselte zudem die Aufgabe des Tambourmajors auf Dirk Schneider.

1985 beschloss der Vorstand die Anschaffung neuer schmucker Musketier Uniformen und Sweatshirts. Zur jährlichen, von der Freiwiligen Feuerwehr Karweiler, veranstalteten Hauptkirmes richtete der Verein erstmals selber ein Musiktreffen aus.

Die herausragenden Jahre 1986 - 1994

1986 erster Auslandsauftritt des Spielmannszuges, vom 20. bis 23. Juni in Fauville en Caux, der französischen Partnerstadt der Grafschaft.

1987 war ein Jahr, in demgleich acht mitglieder den Verein verlassen mussten, jedoch 12 neue den Weg zur Musik im Spielmannszug fanden. Trotz Herausforderung, dass viele neueunerfahrene Mitglieder am Musikspiel teilnahmen, gelang es mit viel Übung die Qualität der musiklischen Auftritte zu erhalten. Die Trommler erhielten zudem eine spezielle Ausbildung und erlernten das Notenspiel.

1988 stand wiederum im Zeichen einer Fahrt zu unserer Partnerstadt Fauville en Caux. Große Herzlichkeit aus der Bevölkerungund musikalische Erfolge zeichneten diese Fahrt besonders aus. Aber auch im Inland wurde wieder mit viel Eifer geprobt. Bei den vielen Auftritten bewiesen die Karweiler Musiker ein gutes Zusammenspiel und einen guten Zusammenhalt.

1989 war geprägt von einem vollen Terminkalender sowie Aktivitäten in verschiedenen Bereichen. Nicole Müller, Hannelore Thelen und Dirk Schneider haben den vom Kreismusikverband angebotenen D1-Lehrgang mit hervorragendem Erfolg bestanden. Zusammenmit einigen inaktiven Mitglieder führte der Verein zu Frühlingsbeginn einen "Frühjahrsputz" in und um Karweiler durch. Eine viertägige Ferienfreizeitmaßnahmen auf einem Reiterhof in Mayen-Kürrenberg konnte mit viel Erfolg durchgeführt werden. Bei Strohlager, Lagerfeuer und Feldküche erlebten die Musiker einige rustikale Tage, bei denen auch die Musik nicht z kurz kam. Eine Bereicherung für den Ort war auch die vom Spielmannszug veranstaltete Fackelprämierung zum St. Martinsumzug in Karweiler.

1990 stand wieder im Zeichen des Wandels. Auf der Jahreshauptversammlung wurde Dirk Schneider zum Vorsitzenden gewählt. Neuer Tambourmajor wurde Harmut Wüst.
Das Amt des Schriftführers übernahm Klaus Schmidt. Manfred Hecker blieb dem Vorstand als Beisitzer ebenso wie Peter Honerbach als Kassenwart erhalten.
Das Ausehen des Vereins hatsich ebenfalls verändert. So trug man nun bei Auftritten passend zum Musketierkostüm einen prächtigen Hut mitwallenden Federn. Unvergessen bleiben den Mitgliedern auch der Besuch des Duisburger Zoos.

1991 hinterließ der Golfkrieg auch im Vereinsleben in Karweiler seine Spuren.Die Karnevalsfeiern wurden abgesagt und auch im Allgemeinen ließ man es etwas ruhiger angehen. Später feierten die Spielleute dann aber ihren 10. Geburtstag. Die Jubiläumsfeier fand am 7. bis 9. Juni statt. Kinder- und Powerdisco, mit der Band Dezibel,  erfreuten genauso wie die Eröffnung des Bierbrunnens, der Festabend mit der Band Panama und der Festzumzug mit Freundschaftsspiel der vierzehn Gastvereine. Zu den Ehrengästen gehörten der damalige Pastor Prälat Paul Solbach und der Ortsvorsteher Bernd Nei. Der Ortsvorsteher war von den Feierlichkeiten so begeistert, dass er sich spontan als neues Mitglied des Vereins bekannte. An einem Wochenende im September besuchte der Vereinnochmals den Reiterhof in Mayen-Kürrenberg. Dort erlebte die Mitglieder wieder inmitten der Natur viel Spaß und Freude miteinander.

1992 erstmals richtete der Karweiler Spielmannszug ein Skattunier aus. Für die Organisation des Wettkampfes war Werner Schmacht zuständig. Nach mehr als vier Stunden stand unter den 15 Teilnehmern der Gewinner fest. Es war Hans Grohs aus Bengen. Das Tunier bereitete den Kartenfreunden soviel Spaß, dass sich der Spielmannszug als Veranstalter entschloss, nun jedes Jahr ein Kartentunier auszurichten.

Im gleichen Jahr trafen sich fast alle Aktiven zu einem Wochenende in Robinsondorf, einer Freizeiteinrichtung im Saarland. Fußballspielen, Grillabend, Nachtwanderung und der Besuch in den Schlossberghöllen sorgten für ein kurzweiliges und zugleich musikalisches Wochenende. Im Herbst wanderten dieSpiel- und Feuerwehrleute erstmalig gemeinsam mit 70 Vereinmitgliedern zum Eva-Turm. In den Folgejahren wanderten die Vereine noch des Öfteren gemeinsam und erkundeten die heimliche Umgebung.

1993 veranstalteten die Karweiler Musiker, ihr bis dahin traditionelles Sommerfest, mit den Dorfgemeinschaft, zum letzten Mal. Die Fereinfreizeit führte in diesem Jahr nach Geroldstein in die Jugendherberge.
Der Vorstand zeigte sich über die Mitgliederentwicklung sehr besorgt. Die Zahl der Aktiven sank auf 23. Es fehlte an jungen Nachwuchsspielern und an Erwachsenen in jedem Alter, die den Verein tatkräftig unterstützen sollten. Der Verein warb um neue Mitglieder - leider ohne Erfolg.

1994 nach 1986 und 1988 folgte der Musikverein, mit einer stark dezimierten Mannschaft, der Einladung der Partnergemeine Fauvile en Caux. Dort begleiteten die Grafschafter inmitten von 500 anderen Musikanten und Majoretten, zahlreich geschmückten Wagen des Festumzug zum Johannesfest beim Corso fleuri (Blumenkorso). Alles klapptewährend desFestumzuges fürdieKarweiler wieam Schnürchen.Das anschließende Konzert, aufder Festwiese, bescherte dem Spielmannszug, nach dem Aufspiel der französischen Nationalhymne, lang anhaltenden Beifall. Im weiteren Verlauf des Jahres verließen nochmals fünf Aktive den Verein. Neue Mitglieder konnten trotzt intensiver Werbung nicht gewonnen werden.  

Die ruhigen Jahre 1995 - 2001

1995 Das musikalische Engagement der Aktiven hatte inzwischn merklich nachgelassen. Elf musiker waren zum Schuss nicht mehr in der Lage, einem Veranstalter einen musikauftritt zuzusagen. Auch der örtliche Sankt Martinsumzug wurde erstmalig, seit vereinsgründung, nicht von den Karweiler Musiker begleitet. Demzufolge kam es bei den inaktiven Mitglieder zu weiteren Austritten, da sie den Vereinszweck nicht mehr als erfüllt ansahen. Sie versagten damit dem Verein ihre weitere Unterstützung und Treue, was die Fortführung des Vereines noch mehr erschwerte. Die Dorfbewohner und die Mitglieder wurden auf die für den Verein sehr prekäre Situation hingewiesen - leider ohne Reaktion.

1996 Dieses Jahr sollte sich für den Verein als zukunftsträchtig erweisen. Am 29. Januar lud der Vorstand seine Mitglieder zur Beratung über die Auflösung des Vereins ein. Es folgten nur 21 Mitglieder dieser Einladung. Die wenige Mitglieder beschlossen jedoch die Weiterführung des Vereines. Dazu sollten ehemalige aktive Musiker reaktiviert werden, was dem Verein im weiteren auch nach intensiven Gesprächen gelungen ist. Im Herbst besuchten die Aktiven in der Kölner Sporthalle die Veranstaltung "Asterix on Ice".

1997 Es gelang dem Verein wieder zu allen Festen in Karweiler aufzutreten. Die Musikproben wurden jedoch auf Wunsch der neuen Mitglieder deutlich reduziert. Dementsprechend wurden auch keine neuen Lieder mehr eingeübt.

1998 war der Spielmannszug Karweiler zu Gast im ARD Sportstudio. Siebzehn Kinder und Erwachsene besuchten das Hörfunk und Fernsehstudio des Westdeutschen Rundfunks in Köln. Bei dieser Gelegenheit besuchten die Musiker auch das Schokoldenmuseum. Die Anzahl der Musiker und der Vereinsauftritte stagnierten weiter auf geringem Niveau.

1999 Ein volles Tagesprogramm erlebten vierunfzwanzig Mitglieder an einem schönen Sommertag im Brohltal. Früh morgens fuhren sie mitdem Kleinbus nach Maria Laach, wo sie das Naturkundemuseum besuchten. Von dort aus ging es weiter nach Engeln. Hier wartete die historische Brohltalbahn. Gegen Mittag war dann ein Picknick in Rodder angesagt. Nachmittagsstand der Besuch des geschichtsträchtigen Felsenkelleres und des Brauhauses in Mendig auf dem Programm.
Genau wie im Vorjahr trat der Spielmannszug insgesamt nur 13 mal musikalisch in Erscheinung. Im laufe des Jahres verabschiedete der Verein ein aktives Mitglied in den wohlverdienten Ruhestand: Herbert Pfaffendorf. Als Gründungsmitglied und Beckenspieler war er am Aufbau des Vereines maßgeblich beteiligt. Zum Ende des Jahres riefder Vorsitzende seine Mitglieder erstmalig auf, den Fortbestand des Vereines durch einen Änderung der Musikrichtung (Blasmusik) oder durch den Zusammenschluss mir einem benachbarten Verein zu überdenken. Diese Vorschläge blieben zunächst noch unerhört.

2000 In diesem Jahr erfolgte eine weitere, mittlerweile schon traditionelle gemeinsame Wanderung der Feuerwehr und des Spielmannszuges. Die beiden Ortsvereine riefen alle Familienangehörgen der Mitglieder zurWanderung auf, und so setzten sich die Karweiler in Scharen zur Heppinger Hütte in Bewegung. Zu den wenigen musikalischen Aktivitäte außerhalb des Ortes gehörte der Besuch zum 10jährigen Bestehen des Fanfarencorps Blai-Weiß Nierendorf e.V..

2001 konnte der Verein auf sein 20jähriges Bestehen zurückblicken. Aufgrund der nachlassenden Vereinsaktivitäten entschlossen sich die Mitgieder auf die Feierichkeiten zu verzichten.Ingesamt traten dieMusiker nur noch sechsmal auf. Die Probenaktivitäten beschränkten sich auf wenige vor den Auftritten. Die Anzahl der Aktiven ist auf 15, die der Inaktiven auf 35 gesunken.

Die Jahre des Aufbruchs und des Neubeginns 2002 -2006

2002 befassten sich die Mitglieder des Vorstandes wieder mit der Sicherung des Vereinslebens. Dazu wurde eine Spielgemeinschaft mit dem damaligen und heute nicht mehr existierenden Tambourcorps in Ringen angestrebt - ohne Erfolg. Eine eigens einberufende vorgezogene Jahreshauptversammlung beschäftigte sich dann im Herbst mit der muskalischen Neuausrichtung. Es wurde angeregt, neben einer Bläsergruppe bestehend aus Blech- und Holzblasinstrumenten eine Blockflötengruppe für den Nachwuchs einzurichten. Dieser Vorschlag war nicht unumstritten, fand aber letzlich mangels anderer Alternativen die überwiegende Zusstimmung der Mitglieder.

2003 stand sodann im Zeichen des Neuanfangs. Die wenigen verbliebenen Musiker konnten die Karweiler Bevölkerung in vielen Gesprächen für das neue Musikangebot begeistern und mobilisieren. Folglich konnten vieleweitere Mitglieder mit der "neuen Musik" erreicht werden. So traten sechs Erwachsene als Bläser und neun Kinder als Flötisten dem Verein bei. Die"Altmusiker" erlernten kurzum ein neues Instrument. Die  Zahl der Aktiven hatte sich damit innerhalb eines halben Jahres mehr als verdoppelt.

Hannelore Fiedler erklärte sich als neues Mitglied spontan bereit, dieAusbildung der neunköpfigen Blockflötengruppe zu übernehmen. Einige Monate später fand sich auch für die Bläsergruppe mit Silvia Meyer eine Ausbilderin. Der erste offzielle Auftritt der Bläsergruppe erefolgte dann schon zum Sankt Martinsumzug. Wenngleich noch nicht alles perfekt lief, so honorierten die Zuschauer und Zuhörer das Bemühen um die neue Musik mit viel Applaus. Die Blockflötengruppe hatte ihre Premiere ebenfalls im November zur Seniorenfeier. Schnell hatten sich die Kids in die Herzen der Senioren gespielt. Die Zahl der inaktiven Mitglieder blieb zunächst relativ konstant bei 36 Mitglieder. Zum Schluss es Jahres wurde ein neuer Vorstand gewählt. Die sehr engagierten und erfolgreichen Ausbilderinnen wurden in den Vorstand gewählt.Auch das Gründungsmitglied Manfred Hecker entschloss sich wieder, nach 12jähriger Abwesenheit im Vorstand, an dem Neuanfang des Vereines an entscheidender Stelle mitzuwirken.

2004 setzte sich der positive Trend fort. Der Proben- und Spielbetrieb erfolgte nunmehr wieder geregelt. Dies führte zunehmend zu einer Verbesserung der Spielqulität und einer Ausweitung des Musikrepertoires. Der musikalische Höhepunkt war das Platzkonzert anlässlich der Hauptkirmes in Karweiler. Der Zuspruch der Bevölkerung machte sich nicht nur durch Beifallsbekundungen, sondern auch durch Mitgliedsbeitritte bemerkbar. Erstmals nach vielen Jahren stieg die Zahl der Fördermitglieder wieder von 36 auf 50 deutlich an. Nur im Gründungsjahr 1981 haben sich mehr inaktive Mitglieder dem Verein angeschlossen. Der gesamte Mitgliederbestand erhöhte sich auf 77.

2005 legte der Verein neue schmucke Westen zu. Erstmals zum Maiständchen trugen dieMusiker stolz ihre neue Uniform. Bei der Jahreshauptversammlug standen auch wieder die Neuwahlen des Vorstnades an. Außer dem Vorsitzenden und den beiden neuen Ausbilderinnen wurden alle Posten im Vorstand neu besetzt. Mit diesem  Ergebnis gingen ein personeller Neubeginn und eine Verjüngung des Vorstandes einher. Hartmut Wüst, Klaus Schmidt und Birgit Valder verabschiedeten sich nach langer aktiver Zugehörgkeit, zum Vorstand, aus der Führungsmannschaft. In der Jahreshauptversammlung wurde auch die Umbenennung des Spielmannszuges Karweileer e.V. zum Musikverein Karweiler beschlossen und damit derneuen Musikrichtung Rechnung getragen. Neben der Namensänderung wurde die Satzung - datiert aus dem Jhre 1983 - den neuen Gegebenheiten und erfordernissen angepasst. Damit hatte sich der Verein nicht nur forml ein neues Rechtskleid angelegt, sondern sich auch inhaltlich grundlegend und zukunftsorientiert neu organisiert. Am Ende des Jahres zählte der Verein so viele Mitglieder wie noch nie - es waren 102.

2006 begann mit dm erfolgreichen Abschluss unserer beiden Ausbilderinnen Silvia Meyer und Hannelore Fiedler beim D1-Lehrgang der Kreismusikjugend. Großer Beliebtheit erfreute sich auch die Karnevalsparty, die bereits zum zweiten Mal von den Musikernfür alle Mitglieder orgnisiert wurde. Dabei bewiesen die Aktiven, dass sie nicht nur musizieren können, sondern auch das Zeug zu Büttenreden, Tanz- und Gesangseinlagen haben.

Heute bereitet sich der Verein aud das 25jährige Vereinjubiläum vor und sieht dabei auf eine sehr bewegte Vereinentwicklung zurück.

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