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Ortsbeiratssitzung am 09.03.2020

Die Sitzung des Ortsbeirates Grafschaft-Karweiler verlief informativ und einmütig. Es wurden sämtliche Beschlüsse einstimmig beschlossen. Der Ortsbeirat war mit acht Personen vollständig und durfte 18 Karweiler Bürgerinnen und Bürgern begrüßen und war über die erneut hohe Besucherzahl sehr erfreut.
Der Ortsvorsteher Dr. Dieter Bornschlegl begrüßte als Erstes die Karweiler Bürgerin Gaby Roth, die derzeit ehrenamtlich eine Web-Seite für Karweiler erstellt und die die weit fortgeschrittenen Arbeiten vorstellte. Anhand von Bildern, die mittels Beamer an die Wand geworfen wurden, konnte schon einmal ein Eindruck von der Web-Seite gewonnen werden. Gaby Roth bat das Dorf, sie mit Informationen zu versorgen, damit die Web-Seite umfassend und lebendig werde.
Der Ortsbeirat bedankte sich herzlich bei Gaby Roth für ihr bürgerschaftliches Engagement.

Der Ortsbeirat Karweiler hat in 2019 gemeinsam mit engagierten Mitbürgern 180 m Versorgungsleitungen zur Dorfhütte in 7tägiger Arbeit einschließlich Baggereinsatz durchgeführt. Dr. Bornschlegl begrüßte mit Karlo Jöntgen, Kurt Kohlhaas und Franz Etten drei der Aktiven und dankte ihnen erneut für ihren Einsatz für das Dorf.
Der stellvertretende Ortsvorsteher Detlef Lypken berichtete als Projektleiter  äußerst sachkundig und professionell über die noch anstehenden Arbeiten wie Errichtung zweier Laternen und die Planung einer Toilettenanlage an der Dorfhütte in Zusammenarbeit mit dem Bauamt. Ortsvorsteher und stellvertretender Ortsvorsteher betonten die vorbildlich gute Kooperation mit den Mitarbeitern des Bauamtes der Gemeinde Grafschaft.
Detlef Lypken erläuterte weiterhin den Stand der Arbeiten zur Errichtung eines Lärmschutzwalles hinter dem Fußballfeld, welcher im Bebauungsplan von 2009 vorgeschrieben ist.
Unterhalb der Dorfhütte wollen die Ortsbeiratsmitglieder ein Biotop anlegen und beauftragten den Ortsvorsteher mit der Projektleitung. Die einheimischen Fachleute Camilla Bublies und Wolfgang Geller hätten bereits ihre Unterstützung zugesagt. Ein Beginn der Arbeiten noch in diesem Frühjahr erschien dem Ortsbeirat zu kurzfristig. Angedacht ist nunmehr eine Bepflanzung mit ökologisch wertvollen Sträuchern im Herbst 2020 und Anlage einer Blühwiese im Frühjahr 2021. Auf dieser Fläche sollen für jeden Einschulungsjahrgang ein hochstämmiger Obstbaum einer alten Apfelsorte gepflanzt werden. In 2020 sollen zwei Obstbäume gepflanzt werden für den Einschulungsjahrgang 2019 und 2020. Der Ortsvorsteher Dr. Bornschlegl erklärte sich bereit einen Speierlingbaum zu spenden und diesem Baum den Namen "Karweiler Friedensbaum" zu geben. Dieser Name stehe in Verbindung mit der Karweiler Marienkapelle, die eine Dankeskapelle ist anlässlich der Verschonung des Dorfes im Dreißigjährigen Krieg.
Ein zweites Biotop soll später hinter dem Lärmschutzwall entstehen und der Wall gleichfalls ökologisch sinnvoll bepflanzt werden. Alle diese ökologischen Vorhaben sollen in enger Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung erfolgen und der Ortsvorsteher habe bereits ein erstes Gespräch mit der neueingestellten Fachkraft der Gemeindeverwaltung Frau Ockenfels geführt.

Nun berichteten die Projektleiter für den Spielplatz Veronika Dahl und Lucas Bornschlegl über den aktuellen Stand. Die ursprüngliche Planung hätten sie nach einem Ortstermin mit den Bürgern verworfen, insbesondere die Kinder hätten ihre Wünsche eingebracht und den Wünschen der Kinder entsprechend sei der Plan geändert worden. Das ausgesuchte bewegungsanimierende neue Spielgerät werde noch in diesem Frühjahr aufgebaut. In 2020 stünden weitere 9000 Euro zur Verfügung für ein Sonnensegel über den Sandkasten und eventuell ein Projekt in Eigenleistung.

Für die Verschönerung des Dorfplatzes "Auf dem Justen" stehen in 2020 weitere 9000 Euro zur Verfügung. Als Projektleiter boten sich Detlef Lypken und Dr. Klaus-Peter Fiedler an. Alle Karweiler Bürgerinnen und Bürger seien gefragt ihre Anregungen einzubringen, insbesondere die Anwohner des Dorfplatzes.

Dieses Jahr könne in Karweiler ein 15m hoher Baum am bisherigen Standort an der Kirche gestellt werden. Ein Umbau mit den neuen Vorrichtungen für das Aufstellen und die Standfestigkeit des Maibaumes sei an der Kirche nicht möglich, folglich sei ein neuer Platz zu suchen. Eine unkonventionelle Idee wurde auch erörtert, nämlich die Errichtung eines kleinen Maibaumes auf dem Dorfplatz "Auf dem Justen".

Dann berichtete der Ortsvorsteher Dr. Bornschlegl, der gleichfalls Mitglied des Gemeinderates ist, ausführlich über die Thematik Tongrube.
Im Gemeinderat sei der Hauptbetriebsplan für die Kettiger Thonwerke verlängert worden, der derzeit nur das Abbaugebiet "F" nahe Tornfelder Hof und Landstraße betreffe, allerdings würden die Tonwerke die Beantragung eines weiteren Abbaugebietes "G" in Richtung auf die untere Bengener Straße planen, für welches ebenfalls der Hauptbetriebsplan gelten werde. Dr. Bornschlegl berichtete, dass durch seine Initiative der Gemeinderat neben einem Abstand von 100m zur Wohnbebauung die Forderung nach einem Böschungswinkel von 30 Grad aufgenommen habe. Ein solcher Böschungswinkel reduziere die Wahrscheinlichkeit von Grubeneinbrüchen, sofern der Böschungswinkel von 30 Grad eingehalten werde. Dem Ortsbeirat wurde ein Foto gezeigt über einen massiven Erdrutsch am Grubenrand aus dem Jahr 2015.
Helmut Lanzerath bemerkte, dass der Gemeinderat zwar etwas beschließen könne, doch das Bergamt erhebliche Befugnisse habe und letztendlich allein bestimme. Der Ortsvorsteher stimmte ihm zu, merkte allerdings an, dass die Ablehnung der Erweiterung der Tongrube im Jahr
2014 durch Ortsbeirat und Gemeinderat immerhin dazu geführt habe, dass das Bergamt den Abstand zur Wohnbebauung auf einen Abstand von 100m festlegt habe, statt dem Ansinnen der Tongrube mit einer Abstandsregelung von 55 m zu entsprechen.
Aktuell sei im Gemeinderat über ein Wegeeinziehungsverfahren im Bereich des geplanten Abbaugebietes abgestimmt worden. Die Tongrube brauche die gemeindeigenen Flächen zu ihrer Erweiterung. Aus Sicht des Ortsvorstehers sei die Debatte im Gemeinderat von der Gegenseite mit Polittricksereien geführt worden, anstatt vom Wegeeinziehungsverfahren habe man in unkorrekter Weise vom Hochwasserschutz gesprochen, der primär nicht zur Debatte gestanden hätte. Die beiden Karweiler Ratsmitglieder hätten sich gemeinsam gegen das Wegeeinziehungsverfahren ausgesprochen, seien jedoch überstimmt worden.
Immerhin habe der Gemeinderat zugesagt, eine Ortsbegehung mit der Karweiler Bevölkerung vor weiteren Maßnahmen durchzuführen.
Der langjährige Ortsvorsteher Albert Mertens zeigte sein Unverständnis über die Bereitschaft der Gemeinde, ihre Grundstücke abzugeben. Nunmehr fasste der Ortsbeirat einstimmig einen Beschluss, der die Ablehnung der Erweiterung der Tongrube beinhaltete. Auch forderte der Ortsbeirat die Gemeindeverwaltung auf, die Planung der nach Beendigung des Tonabbaues anstehenden Rekultivierung des Geländes zu klären.
Albert Mertens, der in die Diskussion immer wieder Wissen aus seinem umfangreichen Erfahrungsschatz konstruktiv einbrachte, regte an, dass im Falle der Missachtung der Karweiler Forderungen zumindest ein Abstand von 100m nicht zur Wohnbebauung, sondern zur Grenze des Feldweges hinter den Grundstücken der Bengener Straße beantragt werden solle.

Bezüglich der Kirche St. Katharina hatte der Ortsbeirat in seiner letzten Sitzung die Idee einer ökumenischen Kirche in die Diskussion eingebracht. Diesmal nahm der Ortsbeirat eine Erklärung von Pastor Alexander Burg und vom Vorsitzenden des VR Karweiler Walter Moitz zur Kenntnis.
Albert Mertens regte an, dass Karweiler erst nach Fertigstellung einiger Projekte in 2021 am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" teilnehmen solle und der Ortsbeirat folgte seinem Rat.

Der Ortsvorsteher berichtete über vermehrte Ablagerung illegalen Mülles im Bereich der Brücken über den Autobahnzubringer.
Auch plane Dr. Bornschlegl eine Verkehrsbegehung mit Gemeinde- und Kreisverwaltung. Thema werde unter anderem erneut die Aufbringung von Tempo 30 Markierungen auf den Straßenflächen an den Ortseingängen sein, sowie die Parksituation, Geschwindigkeitsüberschreitungen und Gefahrenstellen.

Der Ortsbeirat bat die Bürgerinnen und Bürger darum, ihm Anliegen mitzuteilen und dies entweder in Form eines Briefes in den Briefkasten des Ortsbeirates am Justen oder bevorzugt über die Mailadresse des Ortsbeirates:  ortsbeirat-karweiler@gmx.de

Der Dreck-Weg-Tag wird in Karweiler am Samstag, den 04. April nicht stattfinden.
Im Anschluss an die umfangreiche Sitzung wurden noch etliche Gespräche mit den anwesenden Dorfbewohnern geführt und Anregungen aufgenommen.

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